Umwelt, Natur- und Landschaftspflege

Diesen Fachbereich leitet:

Herr Frank Peterskeit.
Steinfurt-Borghorst
E-Mail: 

 

Am 21. August 2010 findet eine Exkursion zum Heiligen Meer in Hopsten statt. Näheres wird noch bekanntgegeben.


Exkursion des Kreisheimatbundes Steinfurt am 6. Juni 2oo9 zu Orchideenwiesen am Silberberg bei Natrup-Hagen am Teutoburger Wald

Aja. Ziel der diesjährigen Exkursion des Fachbereichs Natur und Umwelt des Kreisheimatbundes Steinfurt war die Orchideenblüte am Silberberg nordöstlich von Lengerich. Fachbereichsleiter Bernhard Hölscher organisierte diese hochinteressante naturkundliche Wanderung. Reinhild Finke, Vorsitzende des Kreisheimatbundes Steinfurt,  begrüßte  ca. 5o Heimatfreunde aus dem Kreis Steinfurt an der Gellenbecker Mühle in Natrup-Hagen am Teutoburger Wald.

Die Führung übernahm  der Naturschutzbeauftragte der Dyckerhoff-Zementwerke Lengerich , Markus Hehmann. Er erläuterte am Fuße der großen Orchideenwiese zunächst die Besonderheiten des Silberberges wies auf die Erdschürftrichter hin und  dass der hier aufstehende Kalk Beimengungen an Schwermetallen wie Blei, Zink und sogar Spuren von Silber enthalte. Diesen Beimengungen sei man sogar bergbaumäßig nachgegangen, allerdings erfolglos. Dafür führen sie dazu, dass auf dem hier durch umfangreiche Pflegemaßnahmen entstandenen Kalkmagerrasen am Südhang des Silberberges eine seltene orchideenreiche Flora gedeiht. Die Besonderheiten dieser Flora zeigte er dann den Heimatfreunden  in einer eineinhalbstündigen Wanderung durch das entsprechende Naturschutzgebiet. Und sie waren größtenteils doch sehr überrascht, in welcher Fülle die einzelnen Arten hier gedeihen: vor allem stachen die Blütenstände des Fuchsknabenkrautes und des Schwertblättrigen Waldvögeleins ins Auge, dazu die Fliegenragwurz, deren Bestand hier durch die entsprechenden Pflegemaßnahmen von gut 200 Exemplaren vor etwa 25 Jahren auf heute fast 2000 Exemplare angewachsen ist. Und er wies auf  eine ganze Reihe weiterer botanischer Raritäten,  vom großen Zweiblatt , Schwalbenwurz bis zur weißen  Waldhyazinthe hin. Dies alles könne man aber nur erhalten, indem jedes Jahr im Spätsommer nach der Enzianblüte die Fläche gemäht werde. Das Mähgut lasse man dann auf der Fläche trocknen, damit die darin enthaltenen Samen dort verblieben. Danach werde es abgefahren. Dies sei dann immer ein Großeinsatz der entsprechenden Arbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft „Natur und Umwelt Hagen a. T. W.“.

Im Anschluss an die Wanderung fand dann im Heimathaus in Lengerich auf Einladung des dort residierenden Heimatvereins eine gemütliche Kaffeerunde statt. Dabei wurde die Thematik Orchideenblüte  durch ausdrucksstarke Großphotos von Orchideenblüten aus dem Lengericher Raum umrahmt.

Anton Janßen, Horstmar

 


Exkursion des Kreisheimatbundes zu den Janningsquellen am 28. Juni 2008

Aja. Über 20 Natur- und Heimatfreunde, allerdings größtenteils aus Horstmar, konnte der Fachbereichsleiter des Fachbereichs „Natur und Umwelt“ des Kreisheimatbundes Steinfurt, Bernhard Hölscher, am Samstag Nachmittag zur naturkundlichen Exkursion im Bereich „Leerachquellen und Herrenholz“ begrüßen. Dann erläuterte der Vorsitzende des Horstmarer Heimatverein, Anton Janßen, ausführlich die Besonderheiten der Quellen rund um den Schöppinger Berg und speziell die Leerbachquellen als sog. Überlaufquellen an der Grenzschicht zwischen der oberen wasserdurchlässigen Coesfelder Sandsteinschicht und der darunter liegenden wasserundurchlässigen Osterwicker Schicht. Und er wies darauf hin, dass die sog. Jannings Quelle zu den schönsten und bezüglich des Quelltopfes besonders großen Quellen in Deutschland gehöre.

Schwerpunkt des botanischen Teils dieser Exkursion auf dem Wege von der Quelle zu den Hohe Buchen am Westrand des Herrenholzes, aber auch noch im Herrenholz selbst waren die vielen Informationen von Apotheker Arnold Pesch über die - zum Teil üppig blühenden - Pflanzen an den Weges- und vor allem Ackerrändern. Dabei verstand es Arnold Pesch, den Heimatfreunden vieles über die Pflanzenwelt zu erzählen, nicht nur die einzelnen Arten vorzustellen, sondern auch Charakteristika von einzelnen Pflanzenfamilien an Hand entsprechender Beispiele zu erläutern. Zudem gab es zu so mancher Pflanze auch noch Hinweise zur pharmazeutischen Wirkung.

Im Horstmarer Herrenholz erläuterte Anton Janßen dann die Besonderheiten dieses Waldgebietes, das wegen seiner Besonderheiten vor Kurzem unter Naturschutz gesellt wurde.   Dieses Waldgebiet zeichnet sich nämlich durch eine besonders große Artenvielfalt aus, die dadurch entstanden sei, dass es nämlich schon sehr lange eine naturnahe Waldbewirtschaftung erfährt, d. h. es werden immer nur die schlagreifen Bäume herausgeschlagen und der natürliche Aufschlag fortwirtschaftlich weiter entwickelt. Dadurch kommt es zu einer wesentlich größeren Lichtintensität am Boden sogar während des gesamten Sommers, so dass sich sehr viel mehr Pflanzen angesiedelt haben. Den Abschluss der sehr informativen Exkursion bildete ein „Besuch“ von Schwarthoffs Quelle, dessen Wasser ebenfalls dem Leerbach zufließt. Der ursprünglich Quelltopf ist hier noch größer, allerdings schon zu Teil durch Erdrutsch zugeschüttet, so dass nur entlang eines Randbereiches noch Wasser fließt. Hier bedankte sich Anton Janßen ganz herzlich bei Arnold Pesch, der sich wieder einmal als ausgezeichneter Kenner der Pflanzenwelt rund um Horstmar und darüber hinaus erwiesen habe.

Janßen, Horstmar 

Die Exkursionsteilnehmer an Jannings Quelle.


 

23 Mitglieder der Heimatvereine des Kreises Steinfurt besuchten am Samstag das Emsdettener Venn, ein Hochmoor am Rande der Stadt Emsdetten. Eigentümer ist der Kreis Steinfurt.

Führer Heinz Rinsche klärte auf , wie das Hochmoor entstanden sei, lobte die Arbeit der „Vierndüwel“ und der Umweltverbände, die das Moor entbirkten, zeigte Zuckmückenlarven im Glas, wies auf Fotografien nach, wie der Sonnentau mit klebrigen Tentakeln Fliegen zur Fleischversorgung fängt.
Und plötzlich eine schöne Begegnung: Gravitätisch zog eine Kanadagas-Familie mit sechs flauschigen Küken über einen Sandweg , schwamm über die schwarzen Moorkuhlen um dann im Röhrricht zu verschwinden.. Weiße Wollgrasköpfchen erhoben sich über grünen Grasbulten, der Zwergtaucher trillerte im Schilfgebüsch, Bachstelzen trippelten über weiches Moos und ein Stockentenerpel verschlief die Mittagshitze mit dem Schnabel unter den Federn.
Auf einer Blänke fütterten Blesshühner ihre Jungen mit dem roten Kopfputz, Uferschnepfen vertrieben rasant eine Saatkrähe, die das Revier kreuzte, ein Rebhuhnpärchen duckte sich im hohen Gras, mit schwirrenden Flügeln trillerte der Große Brachvogel sein Liebeslied und ein Steinschmätzer hielt die Wacht auf einem Zaunpfahl.
Nach zwei Stunden war wieder der Ausgangspunkt am Hindenburgdamm erreicht: die Spaziergänger waren sich einig: Emsdettener Venn – wir kommen wieder.

Foto: Bernhard Hölscher

Fachtagung 1oo Alleen –Initiative in NRW – Förderung und Umsetzung
Tätigkeitsbericht Bernhard Hölscher Kreisheimatbund Steinfurt e.V. Fachbereich : Umwelt

Naturschutzakademie in Recklinghausen 13. Dez 2006

Die Pflanzung von 1oo neuen Alleebäumen stellte Umweltminister Eckhard Uhlenberg auf einer NUA Tagung in Recklinghausen (Natur – und Umweltschutzakademie) vor.
Alleen sind wichtig für die Kulturlandschaft und den Umwelt-und Naturschutz. Alleebäume prägen und verschönern das Landschaftsbild, filtern Staub-und Abgase aus der Luft. Bis zu 70 Prozent der aufgewirbelten Stäube können durch Alleen aus der Luft gekämmt werden. Bis zum Frühjahr 2007 rechnet der Umweltminister mit etwa 25 neu gepflanzten Alleen in Nordrhein-Westfalen. Uhlenberg rief dazu auf , dem Umweltministerium weitere Vorschläge für Alleenppflanzungen zu unterbreiten.
Außerdem lobte er einen Fotowettbewerb aus. Das schönste Foto einer Allee sollte an das Umweltministerium geschickt werden. Die besten Fotos werden wir prämieren und in einem Kalender für 2008 veröffentlichen. Als Kulturgut verschönern Alleen das Landschaftsbild und bilden Nahrung und Unterschlupf für Steinkauz und Co sowie 3ooo Insekten.

Die Fördereckpunkte stellen sich wie folgt dar:
Das Land gewährt nach Maßgabe dieser Fördereckpunkte und der Verwaltungsvorschriften Zuwendungen für das 1oo Alleenprogramm.
Zuwendungsempfänger sind Gemeinden und Gemeindeverbände.
Zuwendung 5.1.- 12 .5oo Euro. Zuwendung 5.2. 2ooo Euro
Der Höchstbetrag der zuwendungsfähigen Kosten liegt bei 3oo Euro pro Baum, incl. Baumveränderung, Bodenverbesserungsstoffe, Herstellungspflege.

Email : LNU.NRW@t-online.de

Stand der Umsetzung:
Bisher eingegangene Vorschläge: 213
Reduziert aufgrund von Machbarkeit: 112
Umgesetzt (bis 13.12.2oo6): 6
Bis Ende der Pflanzperiode 2oo6/2oo7
Noch zu pflanzen: 20
Auch in Nordwalde ist bereits eine Allee gepflanzt worden.

Alle Heimatvereine sind aufgerufen, sich an dieser Initiative zu beteiligen.

Gegenstand der Förderung:
Neuanlage , Ergänzung, und Wiederherstellung von Baumalleen entlang von Kreis-, Gemeinde, Wirtschafts, Rad- und Wanderwegen
-Grunderwerk
-kapitalisierte Entschädigungsleistungen/ Pacht
Abnahmeberater der Landwirtschaftskammer NRW

Frau
Peggy Kong
Münsterstr. 62-68
48167 Münster-Wolbeck

-Gartenbauzentrum Münster Wolbeck.

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