Traditionell treffen sich die Wanderwarte, Wanderführer und Wegezeichner aus den Heimatvereinen im Kreisgebiet am zweiten Samstag im März zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und gegenseitigen Kennenlernen. In diesem Jahr hatte sich der Heimatverein Recke  bereit erklärt, die Versammlung auszurichten. Im Rathaus der Gemeinde Recke konnte Reinhild Finke, Vorsitzende des Kreisheimatbundes und Kreisheimatpflegerin, 80 Teilnehmer aus 25 Heimatvereinen und Institutionen begrüßen, unter anderem auch den Sprecher des Westfälischen Friede-Weges 1648, Hans-Günter Fascies aus Sendenhorst. Sie dankte dem Recker Heimatverein für die Gastfreundschaft und gute Organistion. Mitglieder des Heimatvereins führten die Gäste in zwei Gruppen durch den Ortskern und erläuterten die Sehenswürdigkeiten. Aufgrund des guten Wetters nutzten zahlreiche Teilnehmer das Angebot zu einer Radtour durch den Außenbereich der Gemeinde. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken, das von den Damen des Heimatvereins mit selbst gebackenem Kuchen und Weggen hervorragend vorbereitet worden war, informierte der Vereinsvorsitzende Florenz Beckemeyer kurz über die Aktivitäten und Projekte des Recker Heimatvereins.  In einem eindrucksvollen Vortrag referierte der ehemalige Gemeindedirektor Robert Herkenhoff über die Geschichte des Bergbaus und der Tödden in Recke.

Wie in jedem Jahr stand der Wanderkalender, der über die Internetadresse www.kreisheimatbund-steinfurt.de (unter der Rubrik Medien) eingesehen und als PDF-Datei  heruntergeladen werden kann, auf der Tagesordnung. Fachbereichsleiter Heinz-Jürgen Zirbes bedankte sich bei den Heimatvereinen für die ihm überlassenen Jahresprogramme und stellte den Wanderkalender vor. 17 Heimatvereine aus dem gesamten Kreisgebiet haben Wanderprogramme aufgestellt. Nach Auswertung sind 121 Wanderungen (davon 9 Mehrtageswanderungen) und 132 Radtouren (davon 8 Mehrtagesradtouren) in den Wanderkalender aufgenommen worden. Die Kontaktadressen aus den Heimatvereinen für Wandern und Radwandern sind aktualisiert worden und Bestandteil des Wanderkalenders. Für alle Verantwortlichen in den Heimatvereinen, die Wanderungen und Radtouren planen, enthält der Wanderkalender Anregungen für Unternehmungen und sinnvolle Freizeitgestaltung. Was die Heimatvereine ihren Mitgliedern und Gästen Jahr für Jahr bieten, ist beeindruckend. Der Kreisheimatbund bedankt sich ausdrücklich für das umfangreiche ehrenamtliche Engagement in den Heimatvereinen.

Der Fachbereichsleiter wies darauf hin, dass viele Touren nur mit einer Kurzbezeichnung, zum Beispiel Pättkesfahrt, Wanderung, Winterwanderung, Radwanderung – nach Wetterlage und so weiter, in den Wanderkalender aufgenommen worden sind. Er habe sich hier an die Wander- und Radwanderprogramme der Heimatvereine gehalten und Verständnis dafür, dass angesichts der Angebotsfülle nicht von vornherein jede Tour durchgeplant werden könne. Wünschenswert sei es jedoch, wenn die Beschreibung zumindest der Ganztagestouren etwas mehr Informationen beinhalten würden. Davon könnten Wanderführer aus anderen Heimatvereinen für die Planung ihrer eigenen Touren profitieren. Er bat  darum, diese Anregung für die Planung 2018 aufzugreifen.

Hans-Günter Fascies berichtete, dass im Rahmen „25 Jahre Westfälischer Friede-Weg 1648“  eine weitere Stele zur Erinnerung an die Friedensverhandlungen aufgestellt werden soll (die erste Stele -der „Jauchtzende Bothe“- wurde im Oktober 2016 in Lengerich errichtet).  Als Standort ist der Leedener Mühlenweg im Grenzbereich Nordrhein-Westfalen/Niedersachsen vorgesehen. Der päpstliche Gesandte und spätere Papst Fabio Chigi sowie der schwedische Gesandte Johan Oxenstierna sollen als Relief auf der Stele  porträtiert werden. Die Enthüllung und Weihe soll am Sonntag, dem 22. Oktober 2017, stattfinden. In diesem Zusammenhang ist zu Beginn ein westfälisches Frühstück in Leeden geplant.

Ein weiteres Thema war der Radweg am ehemaligen Max-Clemens-Kanal. Heinz-Jürgen Zirbes teilte mit, dass der Antrag für eine Förderung als LEADER-Projekt vom Kreis Steinfurt vorbereitet und noch in diesem Jahr eine einheitliche Beschilderung erfolgen wird. Heimatvereinsvorsitzender Werner Janning aus Wettringen bat die Heimatvereine der Anrainergemeinden darum, den vom Kreis Steinfurt gesetzten Termin für die Einreichung der Erläuterungstexte auf den Informationstafeln einzuhalten.

Die nächste Jahresversammlung des Fachbereichs Wandern und Radfahren findet am Samstag, 10. März 2018, statt. Turnusmäßig sollte  ein Heimatverein aus dem Altkreis Steinfurt Gastgeber sein. In der Versammlung konnte noch kein Tagungsort festgelegt werden.

Heinz-Jürgen Zirbes