Kreisheimatbund besucht „Dat Mönsterlänner Platt“

Unsere Vorstandsmitglieder Rita und Rudi Averbeck sind weithin bekannt durch Ihr Projekt ‚Dat Mönsterlänner Platt‘, das auch eine Internet-Plattform mit vielen Angeboten umfasst.

Derzeit arbeiten sie zusammen mit der Agentur LUMETH-Design aus Riesenbeck an einem KI-gestützten Übersetzungsprogramm für das Mönsterlänner Platt. Dabei ist es den Averbecks wichtig, dass die Software eine allgemein übliche Wibbelt-ähnliche Schreibweise verwendet, die dicht am Hochdeutschen angelehnt ist.

Der Vorstand des Kreisheimatbundes durfte jetzt vor der Freischaltung schon einmal reinschnuppern und ausprobieren.

Das von Helmut Brünen von LUMETH-Design entwickelte Programm kann einzelne Wörter, ganze Sätze und auch längere Texte vom Hochdeutschen ins Plattdeutsche und umgekehrt übersetzen. Grundlage der plattdeutschen Ausdrücke und Schreibweisen sind dabei das von den Averbecks veröffentlichte „Dat Mönsterlänner Platt-Lehrbuch“ und das „Dat Mönsterlänner Platt-Wörterbuch“. Auch die umfassende Dokumentation des Riesenbecker Platt (eine lokale Variante des Mönsterlänner Platt), wird teilweise mit verwendet. Hier ist insbesondere das sehr umfangreiche Vokabular wichtig.

Die Texte können neben einer bidirektionalen Tastatureingabe auch mit Hilfe einer Sprachfunktion in hochdeutsch eingesprochen werden. Zudem kann sowohl für Hochdeutsch zu Plattdeutsch als auch umgekehrt eine PDF-Upload-Funktion genutzt werden. Weiterhin ist es möglich, sich die plattdeutschen und hochdeutschen Texte auch vorlesen zu lassen – übrigens mit der originalen Stimme von Rudi Averbeck.

Ziel des Übersetzungsprojektes ist es, das Mönsterlänner Platt über das Internet als Web-Anwendung und als native App vielen Menschen zugänglich zu machen. Somit kann der von den Averbecks gesammelte Sprach- und Wortschatz erhalten und langfristig bewahrt werden.

Einige Vorstandsmitglieder probierten die neue KI-Plattdeutsch-Übersetzungs-App gleich selbst aus und zeigten sich begeistert vom Stand des Projektes.